Kurzfassung
Der Punkt ist nicht der einzelne Monat, sondern was sich stapelt: Ein gewonnener Kunde zahlt weiter, während Sie den nächsten gewinnen.
- 20 % vom Netto-Monatsbeitrag, zwölf bezahlte Monate je Kunde.
- Kein Monat ohne Zahlung – Provision auf offene Beträge gibt es nicht.
- Wer aussetzt, verliert nichts von dem, was schon läuft.
Wie die Provision entsteht
Eine Provisionszeile entsteht in dem Moment, in dem eine Rechnung bezahlt wurde – nicht, wenn ein Vertrag unterschrieben wird. Das ist für Sie zunächst der langsamere Weg und auf Dauer der verlässlichere: Eine Provision auf einen offenen Betrag wäre eine Forderung auf Verdacht, und Rückbuchungen zöge man Ihnen später wieder ab.
Zahlt ein Kunde einen Monat nicht, entsteht für diesen Monat nichts – und die Zwölfmonatsfrist verschiebt sich entsprechend nach hinten. Sie verlieren also nichts durch eine Pause, die Sie nicht zu verantworten haben.
Ein Rechenbeispiel
Ein Kunde zahlt 49 € netto im Monat. Ihre Provision beträgt 9,80 € je bezahltem Monat, über zwölf Monate also 117,60 €. Das klingt nach wenig, solange man einen Kunden betrachtet.
Interessant wird es beim fünften: Der kommt zu vier laufenden dazu, der zehnte zu neun. Wer über ein Jahr im Schnitt einen Kunden im Monat gewinnt, hat im zwölften Monat zwölf laufende Verträge gleichzeitig – und der Aufwand für den zwölften war derselbe wie für den ersten.
- 1 Kunde à 49 €: 9,80 € im Monat
- 10 laufende Kunden: 98 € im Monat, ohne neuen Aufwand
- Höhere Pakete bringen entsprechend mehr
Was die Provision nicht ist
Sie ist kein Gehalt und keine Zusage. Es gibt keinen Fixbetrag, keine Spesen und keinen Mindestumsatz – aber auch keine Zielvorgabe, kein Gebietsminimum und keine Kündigung, weil ein Monat schwach war.
Sie ist auch keine Einkunft aus Anwerbung. Wer Partner wirbt und keine Kunden gewinnt, verdient nichts. Das ist keine Härte, sondern die Grenze, die ein zulässiges Vertriebssystem von einem verbotenen Schneeballsystem trennt.
Zur Umsatzsteuer
Alle genannten Beträge sind Nettobeträge. Die Provision wird auf den Netto-Monatsbeitrag des Kunden berechnet; ob darauf Umsatzsteuer anfällt, hängt davon ab, ob Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.