Modell

Was eigene Software kostet

Der Preis hängt an einer einzigen Größe: wie viele Entscheidungen noch offen sind. Nicht an der Zahl der Bildschirme.

Kurzfassung

Wer Ihnen ohne Gespräch eine Zahl nennt, hat entweder nicht zugehört oder rechnet den Puffer für alles Unbekannte still mit ein.

  • Der Preis richtet sich nach Kapazität, nicht nach Bildschirmen.
  • Die Konzeptphase kostet wenig und spart am meisten.
  • Der Betrieb danach ist der kleinere, aber dauerhafte Posten.

Was den Preis wirklich treibt

Nicht die Zahl der Seiten, sondern die Zahl der Sonderfälle. Eine Anmeldung ist schnell gebaut. Eine Anmeldung mit Rollen, Einladungen, gesperrten Konten und einem Weg für vergessene Passwörter ist ein Vielfaches davon – und keiner dieser Punkte fällt beim ersten Gespräch auf.

Der zweite große Posten ist alles, was mit Geld zu tun hat. Zahlungen, Rechnungen, Steuersätze, Rückabwicklung, fehlgeschlagene Abbuchungen. Das ist selten das, woran man beim Beschreiben der Idee denkt, und regelmäßig ein Drittel der Arbeit.

  • Rollen und Rechte: wer darf was sehen und ändern
  • Zahlungen und alles, was danach schiefgehen kann
  • Daten aus einem Altsystem übernehmen
  • Schnittstellen zu Software, die Sie schon haben
  • Fremdsprachen, Barrierefreiheit, Nachweispflichten

Die Konzeptphase

Zwei bis drei Wochen, in denen aufgeschrieben und gezeichnet wird, was entstehen soll – bis zu einem klickbaren Entwurf. Sie kostet einen kleinen Betrag und ist der Posten mit dem größten Hebel: Danach wissen beide Seiten, worüber sie reden.

Sie ist auch die ehrlichste Stelle zum Aufhören. Wenn sich dabei zeigt, dass es zu groß, zu teuer oder schlicht nicht nötig ist, haben Sie das für wenig Geld erfahren statt für viel.

Was danach läuft

Der Betrieb: Hosting, Sicherungen, Sicherheitsupdates, Erreichbarkeit. Dieser Posten ist klein im Vergleich zur Entwicklung, aber er hört nicht auf. Wer ihn wegspart, hat nach zwei Jahren eine Software mit bekannten Sicherheitslücken.

Rechnen Sie damit, dass jede Software, die benutzt wird, sich ändert. Nicht weil sie schlecht gebaut war, sondern weil sich Ihr Geschäft ändert.

Zur Umsatzsteuer

Alle genannten Beträge sind Nettobeträge zuzüglich Umsatzsteuer.

Klingt das nach Ihrem Vorhaben?

Schildern Sie es in ein paar Sätzen. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung – auch wenn sie lautet, dass es nicht passt.

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